Rezension Split

Hallo Welt!
Auch im neuen Jahr gibt es wieder die allseits beliebten Filmbesprechungen. Wir beginnen mit Split von Manoj Night Shyamalan.

2016 war für Cineasten ein tolles Jahre und 2017 schickt sich an ähnlich gut zu werden. Ein erstes kleines Highlight im noch jungen Filmjahr ist Split vom amerikanischen Drehbuchautor und Regisseur Manoj Night Shyamalan, dem wir Film wie Unbreakable, The Sixth Sense oder Signs verdanken.

Handlung

Der größte Albtraum vieler Menschen wird für die drei Mädchen Casey (Anya Taylor-Joy), Claire (Haley Lu Richardson) und Marcia (Jessica Sula grausame Realität. Sie werden am hellen Tag entführt. Ihr Entführer Kevin (James McAvoy entpuppt sich jedoch als spezieller Mensch. Er leidet an einer multiplen Persönlichkeitsstörung. 23 Persönlichkeiten teilen sich seinen Körper. Während die Mädchen verzweifelt zu fliehen versuchen, ahnen sich nicht, dass sie in noch größerer Gefahr schweben als sie dachten. Eine 24. Persönlichkeit, genannt die Bestie versucht sich in Kevin zu manifestieren. Ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Kritik

Eine fremde Person glaubwürdig zu verkörpern ist schon eine Leistung. James McAvoy, bekannt als Professor Xavier aus den X-Man Filmen, muss im Film Split jedoch bis zu 24 Personen verkörpern, die im Körper der Figur Kevin gefangen sind. Stellenweise wechselt er, mit beängstigender Leichtigkeit innerhalb einer Szene von einer in die andere Identität. Das ist deswegen so bemerkenswert, da sich alle Identitäten durch unterschiedliche Körperhaltung, Stimmlage, Gestik und Sprachduktus unterscheiden. Doch auch die anderen Schauspieler müssen sich nicht verstecken Anya Taylor-Joy, Haley Lu Richardson und Jessica Sula spielen ihre Rollen als entführte Mädchen glaubwürdig und überzeugend. Und auch Betty Lynn Buckley als Dr Fletcher ist gut besetzt.

Der Film ist ein klassisches Kammerspiel und wandert geschickt zwischen mysteriöser Entführungsgeschichte und Psychothriller mit leichten Mysteryeinschlägen hin und her. Das einzige Problem des Films ist, dass die Figuren von Claire und Marcia zu flach und blass bleiben. Casey bekommt eine Hintergrundgeschichte, die in Flashbacks erzählt wird. Die beiden anderen Mädchen existieren einfach nur um hübsch auszusehen. Das ist in Ordnung, weil man somit das Antagonistenpaar Casey und Kevin aufbaut und man sich als Zuschauer mit Casey identifizieren kann. Auf der anderen Seite ist das aber schlecht, da die anderen beiden Mädchen und ihr Schicksal einem schlicht und ergreifend egal sind. Hier hätte man noch mehr aus den Figuren herausholen können.

Der Spannungsbogen wird konstant hoch gehalten, es gibt einige hübsch überraschende Wendungen und es wird geschickt damit gespielt, ob die unterschiedlichen Fluchtversuche der Mädchen erfolgreich sind oder nicht. Trotzdem bietet der Filme auch immer wieder kurze Momente der Auflockerung, sei es durch einen kleinen Witz oder durch eine Szene, die durch ihre Absurdität komisch wirkt. Als Beispiel dafür sei eine Szene genannt, in der Kevin in der Person eines kleinen Kindes zu Kayne West tanzt. Im Kontrast dazu stehen die Szenen mit den Therapiesitzungen mit Dr.Fletcher Kevins Psychiaterin. Diese geben der Figur Kevin eine Tiefe abseits der Entführungsgeschichte und unterfüttern die Film mit Glaubhaftigkeit. Man beginnt zu verstehen, warum Kevin zu dem wurde was er ist und sie bieten spannende Machtduelle zwischen Kevin und Dr.Fletcher.

Fazit

Ein richtig guter Psychothriller und das erste Highlight des Filmjahres. Leute, die das Genre mögen, sollten sich den Film unbedingt anschauen. Ebenso Menschen, die durch die beiden Trailer und die dort aufgebaute Stimmung geflashed wurden.

8 von 10 Punkten

Wenn euch die Kritik gefallen hat, dann bitte Liken, ansonsten Meinungen, Verbesserungsvorschläge und ähnliches in die Kommentare.

Und als besonderen Service gibt es auch noch Links zu den beiden Trailern Erster Trailer und Zweiter Trailer

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